In der Hochphase des Grunge wurde die US-amerikanische Rockband Stone Temple Pilots bekannt. Die Gruppe wurde 1987 in San Diego gegründet und besteht heute aus Sänger Jeffrey Adam Gutt, Gitarrist Dean DeLeo, E-Bassist Robert Emile DeLeo und Schlagzeuger Eric Kretz. In ihren Frühphasen spielte die Band Funk, mittlerweile widmet sie sich ganz dem Rock und dem Grunge. Ihre ersten fünf Alben verkauften sich in den USA über 17 Millionen Mal.

Das Debütalbum sicherte den Durchbruch

Die Gründungsmitglieder Scott Weiland und Corey Hickok lernten sich während ihrer Highschool-Zeit 1983 in Huntington Beach kennen. Die beiden gründeten zusammen mit Dave Stockes und David Allin die Gruppe Soi-Disant. Allin verließ kurz darauf die Band und wurde durch Scott Tubbs ersetzt. Daneben kam Britt Willits als Keyboarder neu dazu. Von Stone Temple Pilots ist zu diesem Zeitpunkt aber noch keine Spur. Weiland, Hickok gründeten 1987 zusammen mit Robert DeLeo die Band Swing. In Eric Kretz fand die Grupp ihren Schlagzeuger. Ein bekanntes Werk der Band ist zum Beispiel "Love Machine". Die Musiker hatten jedoch gefallen am Rock gefunden. Eine stilistische Änderung musste her und auch der Name war nicht mehr das richtige. Willits ging und die Band nannte sich ab 1989 Mighty Joe Young. Aber auch dieser Name war noch nicht passend. Anstelle von Shirley Temple’s Pussy nannte sich die Gruppe ab 1992 Stone Temple Pilots. Im selben Jahr erschien das erste Album "Core". Bis heute wurde es etwa sieben Millionen Mal in den USA verkauft. Der von Grunge beeinflusste Hardrock brachte der Band eine wachsende Fangemeinde aber auch Kritik. Auch die Drogenprobleme von Weiland wurden Thema. Mit dem Nachfolger "Purple" verabschiedete sich die Band 1994 vom Grunge und setzte auf einen poppigeren Stil. In den Billboard Charts erreichte es den ersten Platz. Dort hielt es sich drei Wochen lang. Die Singles "Vasoline" und "Interstate Love Song" wurden zu echten Hits. Die Drogenprobleme von Weiland wurden zu dieser Zeit schlimmer und führten dazu, dass er immer öfter bei den Proben fehlte und auch sonstigen Verpflichtungen der Band nicht nachkam. Mit dem Album "Tiny Music… Songs From The Vatican Gift Shop" landeten Stone Temple Pilots 1996 auf Platz fünf der Charts. Für zwei Millionen verkaufte Exemplare gab es obendrauf Doppel-Platin. Der Stil erinnert an die 60er Jahre und bewegt sich zwischen Pop-Grandezza und Hard Rock. Mit der Weiterentwicklung der Band sanken aber auch die Verkaufszahlen. 1999 folgte das Album "No. 4", stilistisch gesehen ein Mix der vorherigen Werke. Es erreichte Platin-Status. Ein Video zur Single "Down" war unmöglich, da Weiland im Gefängnis saß. Er hatte gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen. Im Rahmen einer Tour durch die USA gaben Stone Temple Pilots etwa 200 Konzerte, unter anderem mit den Red Hot Chili Peppers. Mit "Sangri-La Dee Da" erschien das nächste Album der Band bevor sie mit Staind und Linkin Park auf Tour gingen. 2003 lösten sich Stone Temple Pilots aus. Auslöser war eine Prügelei zwischen Weiland und DeLeo. Fünf Jahre später fanden die Musiker wieder zusammen und veröffentlichten das Album "Stone Temple Pilots". Zahlreiche Auftritte auf mehreren Kontinenten folgten. 2013 wurde Weiland durch Chester Bennington ersetzt, dem Frontmann von Linkin Park. Der ehemalige Sänger wurde daneben von seinen Kollegen verklagt. Der Grund: Er habe auf den vorangegangenen Tourneen durch Unzuverlässigkeit für erhebliche finanzielle Verluste gesorgt und den Vertrag mehrfach gebrochen. Die erste und einzige EP mit Bennington erschien 2013 unter dem Namen "High Rise". 2015 verließ er die Gruppe wieder und starb zwei Jahre darauf. 2015 verstarb Weiland im Alter von 48 Jahren. Er wurde kurz vor einem Auftritt leblos in einem Tourbus in Bloomington gefunden. Jeff Gutt wurde 2017 der neue Sänger der Stone Temple Pilots, die ihren Namen fortan mit dem Zusatz "Reborn" ergänzten.  2018 erschien das siebte Album, das ebenfalls "Stone Temple Pilots" genannt wurde.