Gitarrist Kim Thayil, Schlagzeuger Matt Camero sowie Bassist und Sänger Ben Shepherd bildeten die letzte Besetzung von Soundgarden. Gegründet wurde die US-amerikanische Grunge-Band 1984 in Seattle. Der Name geht zurück auf die Klangskulptur The Sound Garde auf dem Gelände einer nationalen Ozean- und Wetterbehörde. Während die Gruppe in ihrer Frühphase Hardcore Punk spielte, widmete sie sich später dem Grunge, Alternative Rock und Stoner Rock. Seit dem Tod von Sänger Chris Cornell 2017 ist die Zukunft der Band ungewiss.

Eine der bekanntesten und einflussreichsten Bands der Grunge-Bewegung

Mit Chris Cornell, Hiro Yamamoto, Kim Thayil und Scot Sundquist hatten Soundgarden ihre erste Besetzung und wurden Teil der Punk- und Independent-Szene in Seattle. 1986 kam Matt Cameron als Ersatzmann für Sundquist dazu. Es folgten erste Demobänder und Veröffentlichungen auf lokalen Kompilationen. Als die Band ihren ersten Vertrag in der Tasche hatte, erschienen die Debütsingle "Nothing to Say" und zwei EPs. 1988 wurde das erste Album "Ultramega OK" veröffentlicht, gefolgt von "Louder Than Love" 1989. Yamamoto wurde kurz darauf durch Jason Everman ersetzt, für den wiederum Ben Shepherd dazukam. In dieser Besetzung entstand das härteste Werk von Soundgarden: "Badmotorfinger". Die Single "Jesus Christ Pose" brachte ihnen über die Landesgrenzen hinweg Aufmerksamkeit. Zu dieser Zeit trat die Band auf den Lollapalooza-Festivals auf. 1994 erschien mit "Superunknown" ein Album, das Live nur schwer umsetzbar war. Dies soll unter anderem ein Grund dafür gewesen sein, dass Soundgarden viele Auftritte absagen mussten. Dennoch hatte die Gruppe damit großen Erfolg. Der Song "Black Hole Sun" wurde ein Hit. Das Musikvideo dazu brachte Soundgarden den MTV Video Music Award in der Kategorie "Bestes Metal/Hard Rock Video". Für "Spoonman" gab es 1995 einen Grammy in der Kategorie "Best Metal Performance". Auch nach Veröffentlichung des Albums "Down on the Upside" mussten einige Konzerte abgesagt werden. Diesmal war der Grund Chris Cornell, der Probleme mit seiner Stimme hatte. Erste Gerüchte über eine mögliche Trennung der Band machten die Runde. 1997 wurde die Gruppe schließlich aufgelöst. Die Mitglieder widmeten sich in dieser Zeit eigenen Projekten. Dreizehn Jahre später gab Chris Cornell über MySpace die Widervereinigung von Soundgarden bekannt. Unter dem Decknamen Nudedragons trat die Band im Club Showbox at the Market in Seattle auf. Im selben Jahr standen sie als Headliner beim Lollapalooza-Festival in Chicago auf der Bühne. 2012 gab es erste Auftritte auf Festivals in Europa. Die Single "Live to Rise" war nicht nur die erste Single nach der Widervereinigung, sondern war Soundtrack des Filmes Marvel’s The Avengers. Im selben Jahr erschien das Album "King Animal". Zwei Jahre darauf traten Soundgarden als Vorband von Black Sabbath unter anderem in Deutschland auf. 2017 dann der Schock: Chris Cornell starb nach einem Auftritt der Band in Detroit. Er wurde 52 Jahre alt.