1990 wurde die US-amerikanische Grungeband Pearl Jam gegründet. Zur aktuellen Besetzung gehören Eddie Vedder, Jeff Ament, Mike McCready und Matt Cameron. Der Stil der Band lässt sich daneben in die Genres Alternativ Rock und Hard Rock einordnen. 2016 wurde die Band in der Rock and Roll Hall of Fame verewigt. Pearl Jam sind die letzte große Seattle-Band des Grunge, die seit damals kontinuierlich besteht und Alben produziert.

Die letzte Seattle-Grunge-Band

Stone Gossard und Jeff Ament spielten bereits vor Pearl Jame gemeinsam in verschiedenen Bands. Zusammen mit Mike McCready und Matt Cameron als Aushilfs-Schlagzeuger produzierten sie ein Demotape. Über Jack Irons fiel es Eddie Vedder in die Hände, der die Texte zu den Instrumentalstücken verfasste. Die Singles wurden später als "Alice", "Once" und "Footsteps" bekannt. Während er auf Einladung der Musiker nach Seattle reiste, schriebe er den Text zu "Black". Vedder war fortan als Sänger Teil von Pearl Jam. In ihren Anfängen waren die fünf noch als Mookie Blaylock unterwegs. Für das erste Album "Ten" übernahm 1991 zunächst Dave Krusen die Rolle des Schlagzeugers. Erst mit dem Erfolg von Nirvana, kam auch "Ten" besser an. Bis heute wurden allein in den USA mehr als zehn Millionen Exemplare verkauft. Der Grunge-Boom verhalf der Band zu Popularität. Während die Singles "Alive" und "Even Flow" bereits erfolgreich waren, wurde "Jeremy" der größte Hit. Bei den MTV Video Music Awards gewann das Lied vier Preise. Damit waren Pearl Jam an diesem Abend die erfolgreichste Band. Mit dem neuen Schlagzeuger Dave Abbruzzese wurde das zweite Album "Vs." produziert. 1993 verkaufte es sich in der ersten Woche über 950.000 Mal – ein Rekord, der sich über mehrere Jahre hielt. Damit hatte die Band einen weiteren riesigen Erfolg und versuchte das Rampenlicht so gut es ging zu meiden. Im Jahr darauf folgte das dritte Album "Vitalogy", das mit dunkleren und rauchigeren Titeln glänzte. Mit dem Tod von Kurt Cobain wurden Pearl Jam endgültig zur erfolgreichsten Grungeband der Welt. Die Gruppe zog sich daraufhin nahezu komplett aus der Öffentlichkeit zurück. Nach dem Ausstieg des Schlagzeugers trat Jack Irons der Band bei. 1995 spielten Pearl Jam als Begleitband für Neil Young auf dem Album "Mirror Ball". In der gleichen Session entstanden die Songs "I Got Shit" und "Long Road". 1996 erschien das Album "No Code", welches bei den Fans allerdings wenig Begeisterung auslöste. Schuld war die Band selbst. Sie verzichtete auf Videos und Promotion. Dennoch wird das Album heute teils als das Beste der Band bezeichnet. Viel erfolgreicher war 1998 der Nachfolger "Yield". 1992 erschien zu "Do the evolution" das erste Musikvideo seit "Jeremy". Noch im gleichen Jahr trat Cameron der Band bei. Mit "Binaural" kam ein Album auf den Markt, dass sehr an "Ten" erinnerte. Auf der Europatournee, die danach folgte, wurde jedes Konzert aufgezeichnet und als Bootleg veröffentlicht. Damit schafften es Pearl Jam mit fünf Alben gleichzeitig in den Charts vertreten zu sein. Die Tournee endet allerdings mit einer Katastrophe. Während dem Roskilde-Festival in Dänemark wurden bei einem Massensturz neun Menschen zu Tode gequetscht. Die restlichen Konzerte wurden daraufhin abgesagt. Das 2002 erschienene Album "Riot Act" hatte wieder mehr Blues-Elemente. Pearl Jam hatte bereits damals einen Ruf aus ausgezeichnete Liveband. Im selben Jahr spielten sei das erste von zwei Konzerten im Madison Square Garden in New York. Für ihren Beitrag zum Big-Fish-Soundtrack wurde die Band 2004 für einen Golden Globe nominiert. Im selben Jahr gehörten Pearl Jam zu den Initiatoren der Vote-for-Change-Tour. 2006 folgte das Album "Pearl Jam". Im Rahmen einer Welttournee kam die Band 2006 und 2007 wieder nach Europa. 2009 erreichte das Album "Backspacer" die Spitze der US-Charts und war damit das erste Werk der Band seit mehreren Jahren. Mit "Pearl Jam Twenty" erschien 2011 ein Film über die Band.