Diese britische Rockband wurde schon mehrfach bei den Grammy Awards ausgezeichnet: Sänger, Leadgitarrist und Pianist Matthew Bellamy, Schlagzeuger und Perkussionist Dominic Howard und Christopher Wolstenholme, der unter anderem den Bass und die Rhythmusgitarre übernimmt, sind die aktuelle Besetzung der Rockband Muse. Gegründet wurde sie 1994 in Teignmouth. Der Stil lässt sich den Genres Alternative Rock, New Prog, Artrock und Hard Rock zuordnen.
Drei Männer begeistern mit Rockbaladen
1994 standen die drei Musiker als Rocket Baby Dolls bei einem lokalen Battle of The Bands auf der Bühne. Mit dem Sieg änderten sie ihre Namen zu Muse und widmeten sich ihrer Karriere. Dabei wollte die Band eine Alternative zum damals populären Britpop bieten und sich gleichzeitig am Grunge orientieren. In der Anfangszeit wurden Muse noch vom Rock der frühen 90er beeinflusst. Nach einigen Konzerten in London kam die erste EP mit dem Titel "Muse" und der Nachfolger "Muscle Museum" auf den Markt. 1998 war die Gruppe dann erstmals unter Vertrag. Ein Jahr später wurde das Debütalbum "Showbiz" veröffentlicht. Es folgte ein Auftritt als Vorband bei Savage Garden in den USA und mehrere Festival-Auftritte in Europa. Daneben gab die Band Konzerte in Japan und Australien. Beim zweiten Album "Origin of Symmetry" wurde erstmals mit Instrumenten wie der Kirchenorgel experimentiert. Bei den Liedern setzten die Musiker auf Falsettogesang und Bellamys Fähigkeiten am Klavier. 2002 erschien die Doppel-CD "Hullaballoo". Ein Jahr später folgte das dritte Album "Absolution". Da die Single "Stockholm Syndrome" nur digital über das Internet erhältlich war, tauchte sie nicht in den offiziellen Charts auf. Laut der Plattenfirma wäre der Titel allerdings in den Top 10 gelandet. Dabei beruft man sich auf die Verkaufszahlen. Das Gitarrensolo dagegen erreichte Platz 19 der "50 Besten Gitarrensolos" der New Musical Express. Daraufhin startete die Band ihre erste internationale Konzerttour. Halt machten sie dabei in Australien, Europa und den USA. Nach dem Tod von Dominic Howards Vater nahm sich die Band eine Pause. 2005 standen sie als Headliner beim Southside, dem Hurricane und dem Frequency Festival auf der Bühne. Ein Jahr später erschien das Album "Black Holes and Revelations". 2007 waren Muse die erste Band, die im neu erbauten Wembley-Stadion in London auf der Bühne stand. Die große Nachfrage hatte einen weiteren Auftritt zur Folge. 2009 wurde das nächste Album "The Resistance" veröffentlicht. Bereits am Erscheinungstag landete es auf Platz eins der deutschen iTunes-Albumcharts. Kurz darauf war das Album auch in Großbritannien, Deutschland und in anderen Ländern in der Spitze der offiziellen Charts vertreten. Die Welttournee, die im selben Jahr begann, war fast komplett ausverkauft.
2010 waren Muse Headliner bei Rock am Ring und Rock im Park. Zwei Jahre später erschien das sechse Album "The 2nd Law". Der Song "Survival" wurde zum offiziellen Song der Olympischen Sommerspiele 2012. Klassische Rockinstrumente sollten 2015 beim Album "Drones" im Mittelpunkt stehen. Von Orchesteraufnahmen und elektronischen Instrumenten wollte Bellamy Abstand nehmen. Im selben Jahr waren Muse in Asien und Südamerika auf Tour. 2016 traten sie auf einer neuen 360° Bühne in europäischen Arenen auf. Passend zum Albumtitel gab es bei den Konzerten einen Schwarm Drohnen, der Teil der Show war. 2018 wurde das Album "Simulation Theory" veröffentlicht.