Mit dieser US-amerikanischen Band kam der Punk auf die Bühnen zurück. Green Day wurden 1987 gegründet. Zur aktuellen Besetzung gehören Sänger sowie Rhythmus- und Leadgitarrist Billie Joe Armstrong, Bassist Mike Dirnt, Schlagzeuger und Perkussionist Tré Cool sowie Rhythmus- und Leadgitarrist Jason White. Der Name der Punkrockband leitet sich von einem kalifornischen Slang-Begriff ab: Ein langweiliger Tag, den man mit Rauchen von Marihuana totzuschlagen versucht. Den Stil von Green Day lässt sich den Genres Punkrock, Pop-Punk und Alternative Rock zuordnen.

Als der Punk in die Charts zurückkam

Billie Joe Armstrong und Mike Dirnt bildeten 1987 zusammen die Punkband Sweet Children. Als Schlagzeuger kam Al Sobrante dazu, der die Organisation der Auftritte übernahm. Bei einem Konzert mit The Lookouts konnten die Musiker überzeugen. Die Gründer von Larry Livermore waren so begeistert, dass sie die Band zu ihrem Label holten. Die Gruppe benannte sich in Green Day um und veröffentlichte die EP "1.000 Hours". 1990 folgten das erste Album "39/Smooth" und die EP "Slappe". Im selben Jahr verließ Sobrante die Band und wurde durch Tré Cool ersetzt. Auf dem zweiten Album "Kerplunk!" aus dem Jahr 1992 befinden sich auch vier Titel aus der Zeit von Sweet Children. In Independent-Kreisen wurde das Werk ein großer Erfolg. Schließlich kamen Green Day bei Reprise Records unter Vertrag. Mit dem dritten Album "Dookie" wurde 1994 das Punk-Revival eingeläutet. Über elf Millionen verkaufte Exemplare und Diamant-Status in den USA sprechen für den Erfolg der Platte. 1995 gewannen Green Day den Grammy Award in der Kategorie "Best Alternative Music Album". Das restliche Jahr wurde mit einem Auftritt auf dem Festival Woodstock II und dem Album "Insomniac" gefüllt. Das Werk war nicht so erfolgreich wie sein Vorgänger, erreichte in den USA aber trotzdem Doppel-Platin-Status. Das stilistisch vielfältigere Album "Nimrod" aus dem Jahr 1997 wurde ebenfalls mit Doppel-Platin ausgezeichnet. Die enthaltene Gitarren-Ballade "Good Riddance" wird bis heute unter anderem auf Hochzeiten und Beerdigungen in Amerika gespielt. Das dazugehörige Video gewann bei den MTV Video Music Awards in der Kategorie "Best Alternative Video". Mit dem Album "Warning" kehrte die Band dem Punk 2000 den Rücken und wendete sich dem Rock zu. Mit Erfolg: Ein Jahr später räumten Green Day bei den California Music Awards ab. Sie erhielten Preise in allen acht Kategorien, in denen sie nominiert waren. Trotz oder gerade wegen des großen Erfolges kam es zu Spannungen. Die Bandmitglieder begaben sich gemeinsam in Therapie, um eine Auflösung der Gruppe zu verhindern. Nachdem die Master Tapes mit dem Arbeitstitel "Cigarettes and Valentines" gestohlen wurden, entstand das Album "American Idiot", das 2004 auf den Markt kam. Es landete direkt auf Platz eins der US-amerikanischen Charts. 2005 gewannen Green Day sieben Preise bei den MTV Video Musiv Awards. Bei den MTV Europe Music Awards hatte die Band einen Auftritt und nahm bei der Gelegenheit gleich zwei Awards mit. Die Leser von Kerrang und Kerrang.com wählten Green Day im selben Jahr auf Platz eins in den Kategorien "Best Live Band" und "Best Band on the Planet". Auf der im selben Jahr erschienen DVD "International Supervideos, Bullet in a Bible" wird das größte Konzert der Band gezeigt. In Milton Keynes trat die Gruppe an zwei aufeinanderfolgenden Tagen vor 130.000 Zuschauern auf. Erst 2009 kam das nächste Album auf den Markt. "21st Century Breakdown" schaffte es in der ersten Woche auf Platz eins der deutschen Albumcharts.  Bei den MTV Video Music Awards wurde das Video zum Song "21 Guns" in den Kategorien "Best Rock Video", "Best Direction in a Video" und "Best Cinematography in a Video" ausgezeichnet. Bei den MTV Europa Music Awards im selben Jahr gewannen Green Day den Preis als "Best Rock Act" und bei den American Music Awards als "Favourite Alternative Rock Artist". Bei den Grammy Awards waren die Musiker in der Kategorie "Best Rock Album" erfolgreich. Es folgte bis 2010 die 21st Century Breakdown World Tour mit über 130 Konzerten. 2012 brachte Green Day eine Albumtriologie bestehend aus "Uno", "Dos" und "Tré" auf den Markt. Im Anschluss folgte die 99 Revolutions Tour durch Europa und Nordamerika. Zwei Jahre später erschien das Album "Demolicious". Nach einer längeren Pause gab die Band 2015 wieder ein Konzert. Im selben Jahr wurde sie in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. 2016 wurde das Album "Revolution Radio" veröffentlicht. Im Rahmen der dazugehörigen Tour traten Green Day in Nordamerika, Europa, Australien und Neuseeland auf. Daneben standen sie auf Festivals wie dem Nova Rock auf der Bühne.