Nach dem Tod von Nirvana-Sänger Kurt Kobain rief der Schlagzeuger der Band Dave Grohl 1994 die US-amerikanische Rockband Foo Fighters ins Leben. Dort übernimmt er den Leadgesang, die Gitarre und das Keyboard. Zur aktuellen Besetzung gehören außerdem Rhythmusgitarrist Pat Smear, E-Bassist Nate Mendel, Schlagzeuger und Perkussionist Taylor Hawkins, Leadgitarrist Chris Shiflett und Keyboarder Rami Jaffee. Der Musikstil lässt sich neben dem Alternative Rock auch den Genres Post-Grunge und Hard Rock zuordnen.

Das Ende von Nirvana und der Beginn der Foo Fighters

Nach dem Tod von Kurt Cobain motivierte der Psychologe von Dave Grohl ihn die Musik nicht aufzugeben. Kurzerhand nahm er so gut wie alle Instrumente selbst in die Hand und produzierte ein Demotape, das er 1995 als "Foo Fighters" veröffentlicht. Dieses und die Singles "This Is a Call", "I’ll Stick Around", "For All the Cows" und "Big Me" landeten auf Anhieb in den amerikanischen Charts. Im gleichen Jahr stellte Grohl eine Band auf die Beine. Zusammen mit Pat Smear, Nate Mendel und William Goldsmith produzierte er das zweite Album. Goldsmith wurde im Zuge dessen aus der Band geworfen und 1997 durch Taylor Hawkins ersetzt. Auch Smear kehrte der Band den Rücken. Seine Rolle übernahm zunächst Frank Stahl, später Chris Shiflett. Das dritte Album "There Is Nothing Left to Lose" gewann 2001 einen Grammy in der Kategorie "Best Rock-Album". Im Nachfolger "One by One" hat unter anderem Queen-Gitarrist Brian May einen Gastauftritt im Titel "Tired of You". Bei der Präsidentschaftswahl 2004 setzte sich die Band für John Kerry, den Kandidaten der Demokraten ein - eine Reaktion darauf, dass Geroge W. Bush ihren Song "Times Like These" bei einer Kundgebung genutzt hatte. Auch das nächste Album "Echoes, Silence, Patience and Grace" wurde ein voller Erfolg. Es gewann 2008 einen Grammy in der Kategorie "Bestes Rockalbum". Für die ausgekoppelte Single "The Pretender" gab es die Auszeichnung in der Kategorie "Beste Hardrock-Darbietung". Im selben Jahr zählten sie mit zwei Preisen bei den Brit Awards zu den erfolgreichsten Interpreten. 2008 nahmen sich Foo Fighters eine längere Pause. 2011 meldeten sich die Musiker mit dem Album "Wasting Light" zurück. 2012 schaltete sich die Band erneut in die Präsidentschaftswahlen der USA ein. Bei der Democratic National Convention traten sie anlässlich der Nominierung von Barack Obama auf. Im selben Jahr kündigte die Band an, dass es in naher Zukunft keine Konzerte mehr geben würde. Mit dem Album "Sonic Highways" wagten Foo Fighters 2014 etwas völlig Neues. Ein Kamerateam begleitete die Band bei den Aufnahmen. Zusammen mit Interviews mit bekannten Musikern und Informationen zur musikalischen Geschichte der jeweiligen Stadt wurde daraus eine Serie für den Kabelsender HBO. 2014 stürzte Dave Grohl bei einem Konzert in Göteborg im Rahmen der Sonic Highways World Tour nach nur zwei Liedern von der Bühne und brach sich das Bein. Mit einem Gips und einem Arzt auf der Bühne spielte der das Konzert allerdings zu Ende. Einige darauffolgende Auftritte mussten jedoch abgesagt werden. Kurz bevor Foo Fighters 2015 in Paris auftreten sollten, kam es dort zu Terroranschlägen. Aus Solidarität gegenüber den Opfern sagten die Musiker die Konzerte ab.

Eine Band setzt auf Musikvideos

Von Anfang an nahmen die Videos zu den Singles einen hohen Stellenwert bei Foo Fighters ein. Auf Grund des Videos zu "Big Me" wurde Dave Grohl auf Konzerten lange Zeit mit Mentos beworfen. Das Video zu "Learn to Fly" gewann 1999 wie bereits erwähnt einen Grammy. Das Musikvideo zu "White Limo" wurde mit einer normalen Digitalkamera gedreht. Am Steuer der Limousine sitzt zudem Lemmy Kilmister von Motörhead. Generell lässt sich sagen, dass Foo Fighters sich in ihren Videos gerne in Verkleidungen schmeißen und in andere Rollen schlüpfen. So treten die Bandmitglieder im Video zu "Run" als Bewohner eines Pflegeheims für Senioren auf.