1995 schlossen sich drei Männer zusammen und gründeten eine Band. Gesagt getan – von da an waren Gitarrist Simon Neil, Bassist James Johnston sowie Schlagzeuger Ben Johnston als Rockband Biffy Clyro unterwegs. Den Gesang übernehmen alle drei. Neil übernimmt daneben die Rolle des Gitarristen, James Johnston spielt Bass und Ben Johnston sitzt am Schlagzeug.

Akronym oder Kugelschreiber

Gründet man eine Band braucht man nicht nur Musiker, Instrumente und Talent, sondern auch einen Namen. Wie die drei Mitglieder auf Biffy Clyro gekommen sind, ist bis heute nicht ganz geklärt. Ein Gerücht besagt, der Name ist auf einen Kugelschreiber mit der Aufschrift "biro-pen" zurückzuführen auf dem Cliff Richard abgebildet war. Ein anderes geht davon aus, dass der Bandname ein Akronym für "Big Imagination For Feeling Young 'Cos Life Yearns Real Optimism" ist. Für ihre ersten Gigs stellten die drei sogar die Schule hinten an und schwänzten kurzer Hand. Nach den ersten vier Alben reiste das Trio 2009 nach Los Angeles. Dort sollte der Nachfolger "Only Revolutions" aufgenommen werden. Das 2013 erschienene Doppelalbum "Opposites" und das 2016 veröffentlichte Werk "Ellipsis" schafften es beide auf Platz eins der britischen Albumcharts. Seit der Festivaltour 2012 unterstützt Mike Vennart Biffy Clyro als zweiter Gitarrist. Zuvor stand er als Sänger und Gitarrist mit Oceansize auf der Bühne. Gambler, ebenfalls ein ehemaliger Gitarrist von Oceansize ist seit der Tour zu Ellipsis als Keyboarder dabei.

Erst alternativ, dann progressiv

Biffy Clyro hat sich musikalisch über die Jahre weg vom Alternative Rock und hin zum Progressive Rock entwickelt. Das erste Album "Blackened Sky" wurde beispielsweise mit amerikanischen Bands wie Jimmy Eat World verglichen. Carsten Agthe vom Progressive-Rock-Magazin Eclipsed nannte den Stil Popcore. Mit dem zweiten Album bewegte sich das Trio bereits mehr in Richtung Progressive Rock. Das Fazit von Agthe: Durchdachter und harmonischer als das Debüt. Er habe Emo-, Art-, Post- und Alternative-Rock voller stilistischer Wendungen, überraschender Breaks und mehrstimmiger Gesangsharmonien darin erkannt. Mit diesem Mix aus Punk und Epic ist das Album bei den Fans gleichermaßen beliebt als auch umstritten. "Infinity Land" setzte mehr auf Pop-Anklänge. Aghte spricht hierbei von Emo-Rock.